Skyline-Blog mit News für Gebäudereiniger

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Reinigungs-Möppe Waschen - So haben Sie die Schmutzwäsche im Griff

Am Ende einer Reinigung steht ein sauberes Objekt. Übrig bleibt derweil ein Stapel schmutziger Mopps, Wischtücher und Pads. Spätestens jetzt stellt sich für den Gebäudereiniger die Frage, wie und wo diese für den nächsten Einsatz „fit“ gemacht werden sollen. Bei einer überschaubaren Anzahl an Reinigungstextilien liegt der Gedanke an die heimische Haushaltswaschmaschine nahe. Allerdings schätzt nicht jeder die Reste einer Reinigung in seiner Privatwäsche. Als Alternative erwägt mancher daher das Aufstellen einer zusätzlichen, möglicherweise gebrauchten Haushaltswaschmaschine im Keller oder im Objekt, wenn es der Betreiber erlaubt. Nebendran kommt ein Trockner - und fertig ist eine preisgünstige Mini-Wäscherei.

Spätestens jetzt muss jedoch die Frage erlaubt sein, ob eine solche Lösung tatsächlich Sinn macht. Immerhin ist eine Haushaltswaschmaschine für wenig verschmutzte Wäsche und empfindliche Textilien entwickelt worden. Die in der Gebäudereinigung eingesetzten Mopps haben hingegen eine deutlich höhere Schmutzfracht. Quasi in jeder Faser finden sich Sand, Salz, Laub und Co. Und Keime. Dazu später mehr.

Die mit den Textilien eingeschleppten Feststoffe setzen einer Haushaltswaschmaschine ordentlich zu. Der Sand setzt sich in den Rohren ab, das Salz greift das Metall an. Dazu kommt ein verstopfter Ablauf, der vor allem auf das Konto von Flusen geht. Sie sind das unerfreuliche Beiprodukt eines Mops – und eine Herausforderung für jede Waschmaschine. Gewerbliche Mop-Waschmaschinen sind aus gutem Grund mit einem eigenen Flusenfilter ausgestattet! Er holt die Faserbällchen aus der Waschlauge, bevor sie größeren Schaden anrichten können. Diese praktische Einrichtung fehlt hingegen in einer Haushaltswaschmaschine, deren Sieb ziemlich unzugänglich und meist nur auf Knien zu säubern ist.

Was bedeutet das Energiesiegel auf der Waschmaschine?



Je höher die Einstufung einer Haushaltswaschmaschine beim Energielabel, desto geringer sind der Stromverbrauch und die tatsächliche Waschtemperatur. Quelle: Europäische Kommission (Energy Labelling of Products)


Das erreichbare Maß an Sauberkeit und Hygiene ist eine weitere Schwachstelle der Haushaltswaschmaschine. Sie verfügt zwar über die notwenige Mechanik, die für das Waschen gebraucht wird. Allerdings wird der eingestellte Temperaturbereich gerade Maschinen jüngerer Bauart nicht mehr erreicht. Grund ist das seit Jahren verpflichtende Energielabel für Haushaltsgeräte. Um die begehrte Auszeichnung A+++ zu erhalten, sind Haushaltswaschmaschinen auf einen geringen Stromverbrauch getrimmt. Dieser geht zu Lasten der Waschtemperatur, wie Experten immer wieder messen. Bei einem 60°C-Programm hat die Lauge reell etwa 45°C, ein 40°C-Programm arbeitet mitunter nur mit lauwarmen Wasser von etwa 25°C.

Bei diesem Temperaturunterschied geht nicht nur die Sauberkeit, sondern auch die Hygiene baden. Denn die in Gesundheitseinrichtungen zur Oberflächenpflege eingesetzten Textilien müssen desinfizierend gewaschen werden. Dafür werden nicht nur ausgewählte Waschsubstanzen benötigt. Auch die vorgeschriebene Waschtemperatur und die Einwirkzeit der Desinfektionsmittel sind zwingend einzuhalten. Eine Haushaltswaschmaschine kann beides nicht gewährleisten. Selbst wenn die Flotte einmal die vorgegebene Temperatur erreicht haben sollte, gibt es kein Nachheizen mehr. Abgesehen davon verfügen die für den Privatgebrauch entwickelten Maschinen nicht über den Vorzug frei programmierbarer Prozesse. Stattdessen folgt ein Waschprogramm dem vom Hersteller festgelegten Ablauf. Daher ist man von einer kontrollierten Keimzahlverringerung meilenweit entfernt. Daran rüttelt übrigens auch eine zweite Wäsche nichts.

Auswahl der Waschmaschine für Möppe - Eine Frage der Kosten


Wer seine Reinigungstextilien bisher in einem Haushaltsgerät wäscht, erkauft sich die vermeintlich preiswerte Lösung möglicherweise für teures Geld. Einerseits gehen die Maschinen schnell kaputt und müssen regelmäßig repariert oder ersetzt werden. Zusätzliche Reinigungsarbeiten der Siebe schlagen auf die Arbeitszeit des Personals durch. Außerdem ist der Wasserverbrauch höher als bei gewerblichen Waschmaschinen.

Die Alternative ist eine Profi-Maschine. Sie sind für verschiedene Beladungen erhältlich: ab einem Aufkommen von etwa 35 Baumwollmopps gibt es passende Mop-Waschmaschinen. Diese verfügen über Programme, die auf die Textilien, den Verschmutzungsgrad und die Aufbereitungsanforderungen zugeschnitten sind. Die Programmlaufzeiten sind – ebenso wie der Wasserverbrauch – überschaubar. Die Maschinen sind aus Edelstahl gefertigt und robust. Sie sind – je nach Anbieter und Maschinentyp – um eine automatische Waschmittel-Dosieranlage oder einen Flusenfilter erweiterbar. Und letztendlich gibt es auch gebrauchte Profimaschinen zu kaufen, so dass die Kosten im Rahmen bleiben.

Wer derzeit hingegen mit der Anschaffung einer neues Mop-Waschmaschine liebäugelt, profitiert von einer speziellen Marketing-Aktion von Miele. Unter dem Motto „Sommer.Miele.Mehrwert“ liefert das Unternehmen beim Kauf einer neuen Mop-Waschmaschine des Typs „Mopstar 80“ den Flusenfilterkasten (Wert 550,- Euro netto) kostenlos dazu. Die Aktion läuft bis 31. August 2017.

Hier finden Sie die Aktion: https://www.miele.de/professional/sommer-mopstar-1281.htm


Eine Alternative zum selber waschen ist, einen Dienstleister damit zu beauftragen. Eine Übersicht möglicher Dienstleister finden Sie in unserem Artikel „Schmutzfangmatten mieten und als Kundenservice anbieten".


Bildquelle: Miele & Cie KG

Über den Autor

Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit Sabine Anton-Katzenbach von Textilberatung Hamburg entstanden. Die beratende Textilingenieurin und freie Journalistin ist Spezialistin für gewerblich genutzte Textilien und deren professionelle Aufbereitung.

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