Gebäudereiniger-News von Skyline

Hier finden Sie Infos, Tipps & Tricks für Reinigungsunternehmen

Haushaltsnahe Dienstleistungen können in Deutschland von der Steuer abgesetzt werden. Welche das sind, bestimmt §35a des Einkommenssteuergesetzes (EStG). Ganz grob lässt sich festhalten, dass alles, was Sie selbst zu Hause erledigen könnten, wofür Sie aber stattdessen eine Haushaltshilfe, einen Hausmeister, Handwerker o. ä. einstellen, steuerlich absetzbar ist.

Nun wurde das Anwendungsschreiben zu Paragraph 35a umfassend überarbeitet. Durch diese vom Bundesfinanzministerium eingeführten Neuerungen können künftig z. B. Lohnkosten für den Winterdienst vor der eigenen Haustür abgesetzt werden. Aber auch Tierhalter, die ihre Haustiere zu Hause versorgen lassen, können von den Neuerungen profitieren. Im Folgenden finden Sie einen Überblick über die wichtigsten Änderungen:

Erweiterter Haushaltsbegriff: Lohnkosten für Winterdienst absetzen


Der Begriff „im Haushalt“ kann künftig auch das angrenzende Grundstück umfassen – sofern die haushaltsnahe Dienstleistung bzw. Handwerkerleistung dennoch dem eigenen Grundstück dient. Somit können z. B. Lohnkosten für den Winterdienst und für die Laubentfernung auf öffentlichen Gehwegen vor dem eigenen Grundstück steuerlich berücksichtigt werden.

Auch Hausanschlusskosten an die Ver- und Entsorgungsnetze können unter bestimmten Voraussetzungen (aufgeführt in der Rdnr. 22 des Anwendungsschreibens) begünstigt sein. Dies trifft z. B. auf Arbeitskosten für den Anschluss an das Trink- und Abwassernetz, der stromführenden Leitungen im Haus oder für das Ermöglichen der Nutzung des Fernsehens und des Internets zu.

Die Prüfung der ordnungsgemäßen Funktion einer Anlage fällt neuerdings ebenfalls unter steuerliche Begünstigung. Somit umfasst der Steuervorteil nun auch das Prüfen von Abwasserleitungen auf Dichtheit, Fahrstuhl-Kontrollmaßnahmen des TÜVs oder die Kontrolle von Blitzschutz-Anlagen.


Steuerermäßigung auch für Tierfreunde von Vorteil


Nicht zuletzt profitieren Tierhalter, die ihre Haustiere zu Hause betreuen und versorgen lassen, von den Neuerungen. Da Füttern, Fellpflege oder das Ausführen eines Haustieres ab sofort als haushaltsnahe Dienstleistung anerkannt werden, können diese Lohnkosten von nun an ebenfalls abgesetzt werden.

Die beschlossenen Änderungen zum Paragraph 35a können Sie im entsprechenden Anwendungsschreiben des BMF nachlesen. Insgesamt können Ausgaben für haushaltsnahe Beschäftigungsverhältnisse, haushaltsnahe Dienstleistungen und Handwerkerleistungen mit bis zu 20% der Lohnkosten steuerlich abgesetzt werden. Der steuerlich abziehbare Höchstbetrag liegt hierbei bei 1200€ für Handwerker- und 4000€ für haushaltsnahe Dienstleistungen.

Materialkosten können nicht als haushaltsnahe Dienstleistungen abgesetzt werden


Generell ist zu beachten, dass ausschließlich Lohn- oder Fahrtkosten, nicht aber Materialkosten abgesetzt werden können. Wichtig für die Anerkennung der Steuerbegünstigung durch das Finanzamt ist außerdem der Nachweis der Zahlung auf ein Konto des Dienstleisters in Form einer ordnungsgemäßen Rechnung.

Unternehmen werden durch ihre Mitarbeiter repräsentiert. Immerhin sind sie es, die im direkten Kontakt zum Auftraggeber stehen. Daher ist ihr kompetentes Auftreten wichtig. Darüber hinaus müssen sie aber auch auf den Blick erkennbar machen, für welchen Betrieb sie ihre Arbeiten ausführen. Immerhin sind sie als Dienstleister auf „fremdem“ Territorium – nämlich dem des Kunden – tätig.


Wie könnte man beide Anforderungen besser unter einen Hut bringen als mit einer einheitlichen Berufskleidung? Ein sauberes Outfit, beschriftet mit den Daten der Reinigungsfirma und dem dazugehörigen Logo vermittelt die Reinlichkeit, für die ein Gebäudereiniger Sorge trägt. Je nach Anspruch und Budget des Unternehmens gibt es verschiedene Möglichkeiten, das Team passend zu kleiden.

Berufskleidung im Corporate Design

Die Königsdisziplin eines einheitlichen Unternehmensauftritts ist eine individuell angefertigte Kleidung für die Mitarbeiter. Eine solche Investition ist durchaus lohnend. Der einzigartige Auftritt ist unverkennbar und hat einen hohen Wiedererkennungswert: Das Gesamtbild des Teams bleibt im Gedächtnis hängen. In hart umkämpften Branchen kann diese Einmaligkeit einen strategischen Vorteil bedeuten.

Berufskleidung im Corporate Design erlaubt außerdem die durchgängige Einhaltung von Designvorgaben in allen Bereichen des Unternehmens. So tragen nicht nur Mitarbeiter in der Unterhaltsreinigung, sondern auch die in risikoreichen Arbeitsfeldern die Garderobe ihres Unternehmens. Das steigert die Identifikation der Beschäftigten mit ihrem Arbeitgeber: Sie verstehen sich als Teil des Ganzen.

Auch wenig hilft viel  

Corporate Fashion muss nicht immer gleich ein komplettes maßangefertigtes Outfit bedeuten. Schon Details wie etwa gleichfarbige Shirts oder Kasacks – am besten in den Unternehmensfarben – können den entscheidenden Unterschied ausmachen. Sie sollten unbedingt das Markenzeichen des Gebäudereinigers – sein Logo – aufweisen. Damit können Mitarbeiter sofort dem Betrieb zugeordnet werden und treten als Werbebotschafter im besten Sinne auf.  

Je modischer und komfortabler die Berufskleidung ist, umso höher ist das Wohlbefinden der Beschäftigten bei der Arbeit und umso leichter geht das tägliche Pensum von der Hand. Das ist in der Regel auch für den Arbeitgeber von Vorteil. Denn selbst Aristoteles wusste schon: „Freude an der Arbeit lässt das Werk trefflich geraten“.



 

Dem Menschen hat es schon immer gefallen, Farben ganz besondere Eigenschaften
nachzusagen: Rot warnt vor Gefahr. Gelb symbolisiert Wissen, Vernunft und Logik.
Blau steht hingegen für Ruhe und Vertrauen. Grün wird als Farbe der Sicherheit und
Hoffnung angesehen. Diese Funktionszuordnung von Farben wurde schon in viele
Bereiche übertragen. Bei den industriellen Gasflaschen etwa steht Gelb für giftige
oder ätzende Inhaltsstoffe, Rot für entzündliche und Hellblau für oxidierende Gase.
Und auch in der Gebäudereinigung wird ein ähnliches Prinzip angewendet.

Das 4-Farbsystem


In der Gebäudereinigung müssen unterschiedlichste Bereiche gründlich gesäubert
werden. Aus Gründen der Hygiene und aufgrund der unterschiedlichen Oberflächen
müssen diese mit passenden Utensilien und Mitteln gereinigt werden. Kein
Krankenhausbetreiber möchte, dass ein mit Keimen belastetes Wischwasser
anschließend zur Bodenpflege in der Großküche genutzt wird. Und auch im Büro
kommt es nicht gut an, wenn das Prinzip „Einer-für- alles“ herrscht.
Mit dem 4-Farbsystem hat man daher Ordnung in die Oberflächenpflege gebracht.
Jedem Einsatzbereich und Material ist eine bestimmte Farbe zugewiesen worden.
Diese dient der besseren Unterscheidbarkeit von Reinigungsmitteln und -tüchern
sowie der passenden Bestückung der Reinigungswagen.
Grundsätzlich gilt folgender Standard bei der Farbzuordnung in der
Gebäudereinigung:

  • Rot: wird als Signalfarbe für das WC, das Urinal und die umliegenden Fliesen
    genutzt.
  • Gelb: für die weiteren Flächen im Bad, wie etwa Waschbecken, Spiegel und
    Dusche, die logischerweise mit anderen Utensilien behandelt werden, als
    zuvor die Toilette.
  • Blau: für Einrichtungsgegenstände im Wohn- und Arbeitsbereich, wie etwa
    Schreibtisch, Schränke und Regale.
  • Grün: für Oberflächenreinigung in Bereichen, die aus Sicherheitsgründen
    eine besondere Behandlung erfordern, wie etwa in der Küche oder im OP.

Vorteile der Farbzuordnung


Dank des 4-Farbsystems herrscht nie wieder Unsicherheit, welche Produkte am
besten für welchen Einsatzbereich verwendet werden. Die Farbe spricht für sich
und verringert sprachbedingte Verständigungsprobleme auf ein Minimum. Falscher
Gebrauch der Reinigungsausrüstung ist dank der Farbzuordnung also weitgehend
vermeidbar. Dass die Küchenspüle mit demselben Lappen gewischt wird wie zuvor
die Toilette ist damit ein Szenario, das der Vergangenheit angehören sollte.

 ...mit Hilfe geeigneter Software geht es leichter...


 
Arbeitgeber in der Gebäudereinigungsbranche sind gesetzlich dazu verpflichtet, Arbeitszeitnachweise für die einzelnen Arbeitnehmer zu führen. Hierbei wird der Beginn, das Ende und die Dauer der täglichen Arbeitszeit erfasst und der Arbeitgeber hat diese spätestens bis zum Ablauf des siebten auf den Tag der Arbeitsleistung folgenden Kalendertages aufzuzeichnen und mindestens zwei Jahre beginnend ab dem für die Aufzeichnung maßgeblichen Zeitpunkt aufzubewahren.


Die Form der Arbeitsaufzeichnung überlässt das Gesetz dem Arbeitgeber, sie können sowohl elektronisch als auch schriftlich geführt werden. Lediglich Beginn, Ende und Dauer der täglichen Arbeitszeit sind zu erfassen, jedoch nicht die exakte Lage und Dauer der einzelnen Pausen.

Sofern für die einzelnen Reinigungskräfte bereits Planungen, z.B. Wochenpläne zu Einsatzzeiten und -orten vorliegen, die Beginn und Ende sowie Pausenzeiten vorsehen, kann die Aufzeichnung der Arbeitszeit auch auf Grundlage dieser Planungen erfolgen. Im Falle von Abweichungen müssten die Angaben aus der Planung entsprechend angepasst werden. Wichtig ist, dass transparent gemacht wird, dass eine Überprüfung stattgefunden hat, ob es zu Abweichungen gekommen ist.

Viele Reinigungsfirmen benutzen in der Praxis noch "Stundenzettel" auf denen die Mitarbeiter ihre Arbeitszeit und Pausen eintragen. Das funktioniert in der Regel besonders bei kleinen Firmen gut, die nicht viele Mitarbeiter in die Einsätze schicken. Bei etwas größeren Firmen wird das Händeln der vielen einzelnen Zettel jedoch leicht unübersichtlich und es besteht die Gefahr, dass die Zettel verloren gehen könnten.

Hier stellt sich die Frage, ob mit Hilfe geeigneter Software die Abwicklung der Zeiterfassung sinnvoll vereinfacht werden kann. Skyline bietet inzwischen ein System zur Echtzeiterfassung an, d.h. die Reinigungskraft gibt via eines mobilen Erfassungsgeräts oder über eine Applikation auf einem Smartphone direkt von ihrem Arbeitsplatz aus den Arbeitsbeginn und das -ende durch.

Durch die Echtzeitübertragung kann in der Verwaltung nicht nur die Einhaltung von Arbeitszeiten überprüft werden, bei ausbleibender Anmeldung zu einem festgelegten Arbeitsbeginn kann auch nachgehalten werden, ob sich die Reinigungskraft verspätet hat oder ob ggf. ein Ersatz geschickt werden muss. So entfällt auch für den Kunden das mühsame Nachhalten der bestellten Leistung. Die Möglichkeit, innerhalb kurzer Zeit auf einen Personalausfall reagieren zu können, trägt auch wesentlich zur Kundenzufriedenheit bei.

Des Weiteren ist es möglich, die in Echtzeit übertragenen Arbeitszeiten direkt in die Lohnabrechnung einfließen zu lassen. Dadurch entfällt einerseits die händische Erfassung der Arbeitszeit durch das Reinigungspersonal und andererseits das händische Einpflegen der Arbeitszeit für die Lohnabrechnung. Durch die Automatisierung werden auch potenzielle Fehler wie falsches Ausfüllen von Zeiterfassungsprotokollen oder falsche Übertragung aus diesen Protokollen eliminiert. Die Lohnabrechnung erfolgt also genauer und schneller.

Die Vorteile liegen in diesen Beispielen klar auf der Hand: Zeitersparnis in der Verwaltung, Fehlerreduzierung, Kundenzufriedenheit durch verlässliche Personalplanung, optimale Verzahnung von Betriebsabläufen und Kontrolle der Verlässlichkeit von Personal sind nur einige der Verbesserungen, die die Automatisierung in den genannten Beispielen bringt. Die lästige Ablage der Stundenzettel entfällt und per Klick kann einfach auf alle gespeicherten Zeiterfassungen der einzelnen Mitarbeiter zurückgegriffen werden. Nach zwei Jahren Aufbewahrungsfrist können die einzelnen Daten automatisch gelöscht werden, somit erspart man sich eine aufwendige und teure Aktenvernichtung.

Gerade Unternehmer kleinerer Betriebe sehen die Frage, ob sich der Aufwand auf die Umstellung auf die digitale Zeiterfassung lohnt, sicherlich etwas kritischer. Da die Digitalisierung jedoch ein Tribut des heutigen Zeitalters ist und inzwischen fast jeder ein Smartphone besitzt, kann die digitale Zeiterfassung ganz einfach über entsprechende Applikationen auf dem Telefon umgesetzt und in die Geschäftsprozesse des Unternehmens integriert werden.

Bei der Nutzung eines Privattelefones für Firmenzwecke ist es außerdem ggf. möglich, die berufliche Nutzung des desselbigen steuerlich geltend machen zu können und einen Steuervorteil zu erwirken. Auskunft hierzu gibt jeder Steuerberater.

Es müssen bei der Umstellung auf die digitale Zeiterfassung keine hohen Investionen getätigt werden. Bei Skyline wird für die Nutzung der Software ein monatlicher Beitrag fällig, der sich über die Laufzeit schnell amortisiert, da durch die Nutzung einerseits Zeit gespart wird und Prozesse im Gebäudereinigungsunternehmen vereinfacht werden.


In diesen Tagen kursiert in der Presse eine Warnung der IG Bau, dass einem Großteil der Reinigungskräfte in Deutschland ab Januar der Rückfall auf den gesetzlichen Mindestlohn von lediglich 8,84 Euro pro Stunde drohen könnte. Einer Vollzeitkraft würden damit ca. zwischen 120-250 Euro im Monat verloren gehen. Bei Glas- und Fassadenreinigern läge die Lohn-Lücke sogar bei bis zu 520-800 Euro, so die IG BAU.

Der Grund: Der Bundesinnungsverband des Gebäudereiniger-Handwerks sowie die IG BAU haben der Tarifeinigung für 2018 zugestimmt. Der gemeinsame Antrag auf Allgemeinverbindlicherklärung wurde am 6. Dezember formell beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales eingereicht. Bisher wurde die Allgemeinverbindlicherklärung aber noch nicht im Bundesanzeiger veröffentlicht. Der alte Tarifvertrag läuft jedoch Ende Dezember aus.


Bei der letzten Tarifrunde im Januar 2016 trat der Lohntarifvertrag und der Mindestlohntarifvertrag 2016/2017 seit dem 1. Januar 2016 in Kraft. Der Mindestlohntarifvertrag wurde per Rechtsverordnung des Bundesministeriums für Arbeit und Sozialordnung (BMAS) jedoch erst ab dem 1. März 2016 rückwirkend für allgemeinverbindlich erklärt.


Daher ist zu hoffen, dass das Bundesministerium für Arbeit und Soziales dem neuen Tarifvertrag schnellstmöglich zustimmt. Gebäudereiniger und Reinigungskräfte sollten sich jedoch  nicht unnötig verunsichern lassen, da die Vergangenheit gezeigt hat, dass die Zustimmung durch das BMAS auch nachträglich allgemeinverbindlich erklärt werden kann und somit der Tarifvertrag zu jedem Zeitpunkt Gültigkeit hat.

Gebäudereiniger

Der Beruf des Gebäudereinigers ist als Handwerksberuf seit 1934 staatlich anerkannt und bildet seitdem Gebäudereiniger und Meister aus. Er findet unterschiedliche Bezeichnungen, wie z.B. Reinigungskraft oder in Österreich nennt sich dieses Gewerbe beispielsweise Denkmal-, Fassaden- und Gebäudereinigung. Die dreijährige betriebliche Ausbildung wird durch eine theoretische und eine praktische Prüfung abgeschlossen. Bei erfolgreicher Beendigung erhält der Gebäudereiniger einen Gesellenbrief. Danach kann er eine Meisterprüfung ablegen, was heute aber nicht mehr zwingend ist, um einen Betrieb zu gründen.

Tätigkeitsfeld


Der Beruf des Gebäudereinigers beinhaltet das Reinigen von Innenräumen, Fassaden und anderen Außenbereichen von Gebäuden jeglicher Art zur Befreiung der Räume und Flächen von physischem Schmutz, Müll und Verschmutzung fast jeglicher Art. Weitere Aufgaben können hinzukommen, wie z.B. die Pflege von Oberflächen. Gebäudereiniger werden auch zum Reinigen von Fahrzeugen, insbesondere öffentlichen Verkehrsmitteln mit Fahrgasträumen (z.B. Bahnen, Busse, Fahrgastschiffe) eingesetzt. 


Im Detail umfasst der Beruf des Gebäudereinigers hauptsächlich folgende Arbeitsbereiche:

  • Glasreinigung
  • Unterhaltsreinigung
  • Fassadenreinigung, Graffitientfernung
  • Bodenreinigung
  • Krankenhausreinigung
  • Schädlingsbekämpfung
  • Dekontaminationsarbeiten
  • Freiflächenreinigung
  • Teppichreinigung
  • Grundreinigung
  • Bau- Bauendreinigung
  • Desinfektionen aller Art
  • Verkehrsflächenreinigung

  • Dafür benötigt der Gebäudereiniger spezielle Fachkenntnisse, um mit dem geeingeten Werkzeug den entsprechenden Schmutz zu entfernen.

    Viele Gebäudereinigungsunternehmen bieten ihren Kunden auch Facilitymanagement, also komplette Instandhaltung des Gebäudes an. Hierzu gehören unter anderem auch:

  • Hol- und Bringdienst
  • Winterdienst
  • Gartenpflege
  • Hausmeisterservice
  • Je nach Lage des Objekts auch die Aufzugskabinenrettung
  • Diese Tätigkeitsfelder gehören aber nicht zum Berufsbild des Gebäudereinigers.


    Ausbildung


    Die duale Ausbildung zum Gebäudereiniger dauert drei Jahre. In diesem Zeitraum werden Kenntnisse vermittelt, wie welche Flächen mit welchen Mitteln am besten zu pflegen sind, wie sich Reinigungsmittel chemisch zusammensetzen und aus welchem Material ein Lappen sein muss, um Fenster streifenfrei zu putzen. Doch auch das strukturierte Arbeiten will gelernt sein, im theoretischen Teil der Lehre – also in der Berufsschule – wird vermittelt, wie Putzpläne und Gebäudeskizzen erstellt werden, sodass die Gesamtreinigung möglichst schnell vonstatten geht.

    Im betrieblichen Teil der Ausbildung zum Gebäudereiniger wird die Theorie in die Praxis umgesetzt. Dabei geht es nicht nur um Sauberkeit, sondern auch um Sicherheit und Schutz, schließlich soll der Reinigungsprozess nicht die Umwelt belasten, geschweige denn unangenehme Gerüche oder gar chemische Rückstände hinterlassen. Außerdem muss jeder angehende Gebäudereiniger auch genau wissen, wie die Geräte benutzt werden, die zur Gebäudereinigung verwendet werden und welches Vorgehen die schnellsten und gründlichsten Reinigungsergebnisse erzielt.

    Während der Ausbildung zum Gebäudereiniger werden folgende Kenntnisse vermittelt:

  • Umweltschutz
  • Chemie
  • Materialkunde
  • Bedienung von Reinigungsmaschinen
  • Umgang mit Gerüsten, Arbeitsbühnen und Befahranlagen
  • Grundreinigung und Beschichtung von Bodenbelägen
  • Teppichshamponierung
  • Glas- und Fassadenreinigung
  • Unterhaltsreinigung
  • Zwischenreinigungsverfahren
  • Verkehrsmittelreinigung
  • Desinfektionsmaßnahmen
  • vorbeugende Schädlingsbekämpfung

  • In der Berufsschule werden spezielle Kenntnisse vermittelt u. a. in

  • Reinigungstechnik
  • Mathematik
  • Chemie
  • Wirtschaft
  • Politik

  • Weiterbildung


    Weiterbildung

    Als „klassische“ Fortbildungsmöglichkeiten im Anschluss an die Gesellenausbildung stehen dem/r Gebäudereiniger/in folgende Alternativen zur Weiterbildung zur Verfügung:

    • Meister
    • LEH Bachelor Studienrichtung Lebensmittel, Ernährung
    • LEH Bachelor Studienrichtung Hygiene
    • Facility-Management Bachelor
    • Master Facility-Design und Management
    • General Service Manager/in (FHM)


    Der Meister im Gebäudereiniger-Handwerk stellt die klassische Weiterqualifizierung dar. Obwohl mit der letzten Änderung der Handwerksordnung der Meisterzwang im Gebäudereiniger-Handwerk gefallen ist, erfreut sich der Meisterbrief nach wie vor großer Beliebtheit. Eine qualifizierte Weiterbildung ist heutzutage mehr denn je erforderlich, um ein Unternehmen wirtschaftlich führen zu können oder in verantwortungsvolle Führungspositionen zu gelangen. Deswegen ist der Meisterbrief der Schlüssel, mit dem sich neue Wege und Möglichkeiten eröffnen.

    Mit dem Meistertitel stehen dem Gebäudereinigermeister allerdings auch noch weitere Möglichkeiten offen. Der Meisterbrief berechtigt auch ohne Nachweis der Hochschulreife zum Ingenieurstudium (FH) Wirtschaftsingenieurwesen mit der Fachrichtung Reinigungs- und Hygienemanagement/-technik.


    Die IG-Bau und der Bundesinnungsverband des Gebäudereiniger-Handwerks haben sich in der 6. Tarifverhandlungsrunde geeinigt und einen Abschluss für die mehr als 600.000 Gebäudereiniger/-innen erzielt. Für alle Beschäftigten steigen in den nächsten Jahren die Löhne an. Besonders stark werden die Erhöhungen  Ostdeutschland ausfallen - die Löhne werden dort bis 2020, zum 30. Jahrestag der Deutschen Einheit, auf West-Niveau angehoben.

    Die Erhöhung erfolgt in Stufen



    Der Tarifvertrag sieht eine Ost-West-Angleichung der Löhne in vier Schritten vor. Im ersten Schritt werden die Löhne der Lohngruppe eins, in der rund 75 Prozent der Beschäftigten tätig sind, zum 1. Januar 2018 in Westdeutschland von 10,00 Euro auf 10,30 Euro angehoben und in Ostdeutschland von 9,05 Euro auf 9,55 Euro. In den Jahren darauf folgen weitere Schritte zur Anpassung. Ab 1. Dezember 2020 sollen dann in Ost und West mindestens 10,80 Euro je Stunde gezahlt werden, somit wird eine 100%-Angleichung der Löhne Ost und West für die gewerblich Beschäftigten in der Gebäudereinigung erreicht.

    West: Laufzeit: 01.01.2018 - 31.12.2020

    Mindestlohntarifvertrag für Gebäudereiniger West ab 2018





    Ost: Laufzeit: 01.01.2018 - 31.12.2020

    Mindestlohntarifvertrag für Gebäudereiniger Ost ab 2018



    Die erzielte Tarifeinigung bietet endlich eine Angleichung des West-/Ost-Lohngefälles, was 30 Jahre nach der Wiedervereinigung mehr als überfällig war. Jedoch bedeutet die Angleichung an das Westniveau, dass die Löhne in Ostdeutschland in 3 Jahren um ca. 25 % steigen werden. Die Mitarbeiter wird dieser enorme Lohnanstieg auf den ersten Blick sehr freuen, auf die Gebäudereinigungsunternehmer kommen einige Probleme zu:


    Wer fängt die Kosten der um 25% gestiegenen Löhne auf?



    Es ist allgemein bekannt, dass in der Gebäudereinigungsbranche die Margen nicht besonders hoch sind. Aus diesem Grund werden die gestiegenen Lohnkosten von den Gebäudereinigungsfirmen irgendwie kompensiert werden müssen.

    Es wird sich daher nicht vermeiden lassen, den Kunden für die Dienstleistung "Gebäudereinigung" in Zukunft mehr Geld abzuverlangen. Gerade in Ostdeutschland wird der neue Mindestlohn einen signifikanten Anstieg der Kosten für Gebäudereinigung mit sich führen. Das wird bei Kunden nicht gerade auf Verständnis stoßen, sondern eher im Gegenteil zu großem Unmut führen. Sie werden sich unter Umständen fragen: Können wir uns den "Luxus" der Gebäudereinigung in ein paar Jahren überhaupt noch leisten?

    Um nicht alle Kosten auf die Kunden umlegen zu müssen, besteht die Gefahr, dass die Gebäudereinigungsfirmen versuchen werden, die Kosten intern umzulegen.

    Aber auch hier stellt sich die Frage nach der Umsetzbarkeit: das Arbeitspensum der Gebäudereiniger ist bereits am Limit und von ihnen kann nicht erwartet werden, dass sie in der vorgegebenen Zeit noch mehr Arbeit leisten sollten. Sprich, es besteht die Gefahr, dass die Qualität der Arbeit leiden könnte, da der Druck einfach noch größer wird. Da hält selbst die Freude an der Erhöhung des Gehalts nicht lange.

    Die Angleichung des Mindestlohnes von Ost und West hätte in den letzten 30 Jahren bereits erfolgen müssen. Dass nun aber die Anpassung der Mindestlöhne in 3 Jahren umgesetzt werden muss, erscheint wenig sinnvoll. Es besteht einfach einfach die Gefahr, dass die Gebäudereinigungsunternehmen Kunden verlieren werden, da diese nicht einsehen werden, wesentlich mehr Geld für eine gleiche Leistung in relativ kurzem Zeitraum zu bezahlen.

     

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